Das bidirektionale Laden ist das nächste große Ding für Besitzer von Elektroautos. Doch um den Strom nicht nur im Auto zu speichern, sondern auch wieder sinnvoll ins eigene Haus (Vehicle-to-Home) zurückzuspeisen, benötigt man eine spezielle Wallbox. Welche Modelle im Jahr 2026 auf dem Markt sind, was sie unterscheidet und mit welchen Kosten du aktuell rechnen musst, erfährst du in diesem Ratgeber.
Was muss eine bidirektionale Wallbox können?
Der wichtigste Unterschied bei aktuellen Geräten liegt in der Ladetechnologie: AC-Wallboxen nutzen den Wechselrichter im Auto, während DC-Wallboxen den Strom direkt als Gleichstrom verarbeiten und das Hausnetz speisen. Für die meisten Eigenheimbesitzer ist dabei die V2H-Funktion (Vehicle-to-Home) entscheidend, da sie den teuren Zukauf von Netzstrom am Abend massiv senkt.
Die aktuellen Top-Modelle 2026 im Überblick
| Hersteller & Modell | Wallbox Quasar 2 | Elli / VW ID. Charger BiDi | Sigenergy Sigen EV DC |
| Typ (AC / DC) | DC (Gleichstrom) | DC (Gleichstrom) | DC (Gleichstrom) |
| Leistung | 11 kW | 11 kW | 11 kW / 22 kW |
| Kompatibilität | VW ID-Modelle, Hyundai Ioniq 5, Kia EV6 | VW ID.4, ID.5, ID.7 (ab Software 3.5) | Alle gängigen CCS-Fahrzeuge mit V2H-Freigabe |
Was kostet der Spaß? Preise und Installation
Wer sich im Jahr 2026 eine bidirektionale Wallbox zulegen möchte, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als bei Standard-Ladestationen. Während normale Boxen oft schon ab 500 Euro zu haben sind, starten echte DC-BiDi-Wallboxen meist erst bei 2.500 bis 4.500 Euro.
Hinzu kommen die Kosten für den zertifizierten Elektriker. Da dein Hausnetz ein intelligentes Energiemanagementsystem (EMS) braucht, um zu wissen, wann Strom fließen darf, muss oft der Zählerkasten umgerüstet werden. Plane hierfür nochmals rund 1.500 bis 2.500 Euro ein.
Fazit: Für wen lohnt sich die Anschaffung?
Für Besitzer einer eigenen Photovoltaikanlage ist die Technologie ein absoluter Gewinn: Das E-Auto wird zum riesigen, ohnehin vorhandenen Stromspeicher für die Nacht.
Aber auch ohne eigene Solaranlage lohnt sich das Prinzip im Jahr 2026 mehr denn je. Die Geheimwaffe lautet hier: die Kombination mit einem dynamischen Stromtarif. Wer sein Auto über Anbieter wie Tibber in den günstigsten Stunden der Nacht (oft für wenige Cent) volllädt, kann diesen billigen Strom tagsüber nutzen, um das Haus zu versorgen, wenn der normale Netzstrom teuer ist.